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Informationen zur Blutegeltherapie

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Bitte planen Sie für den zeitlichen Ablauf ca. 2 Stunden Zeit ein, da das Saugen der Egel 20-120 Minuten dauern kann. Am Tag der Behandlung sollten Sie sich für den Rest des Tages nichts vornehmen, damit Sie ihr Tier unter Beobachtung halten können, damit es zu keinem übermäßigen Belecken oder Knabbern an den Egelbisswunden kommt. Dies könnte sonst zu Infektionen und einer gestörten Wundheilung führen.

Bei Hunden ist mit einer Nachblutungsdauer von ca. 6-12 Stunden zu rechnen, bei Pferden mit ca. 2-6 Stunden. Aber auch eine Nachblutung von bis zu 24 Stunden ist möglich!

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Vor der Behandlung:

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Die Haut muss frei von Chemikalien oder stärkeren Geruchsstoffen sein. Bitte stellen Sie in geschlossenen Räumen mindestens 2 Stunden vor und während der Behandlung das RAUCHEN ein! Raumdüfte etc. bitte zuvor entfernen. Wenn möglich, 3-5 Tage vor der Behandlung keine Einreibungen des zu behandelnden Tieres mit Salben, Sprays, Tinkturen, Gele, etc. oder sonstigen Produkten die ätherische Öle enthalten (z.B. Franzbranntwein, Heparinsalbe). Keine Desinfektionslösung, kein Frontline, Fliegenspray, etc. vornehmen. Ferner sollten keine Entzündungshemmer verabreicht werden.

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Equipalazone, Rimadyl, Pergolyt etc., auch Nahrungsergänzungsprodukte, wie z.B. Ingwer,

Weidenrinde/Salix purpurea oder Teufelskralle/Harpagophytum procumbumbens, da sie das Beißen der Egel verhindern können. Hoch dosierte Enzympräparate, blutverdünnende oder blutgerinnungshemmende Medikamente oder Zusätze (Karsivan!) müssen mindestens 5-7 Tage vor der Behandlung abgesetzt werden (nur nach Rücksprache mit dem Tierarzt!).

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Alle anderen Medikamente, Kräuter und Nahrungsergänzungsmittel, die in der letzten Woche vor der Behandlung verabreicht werden, müssen angegeben werden, ebenso bekannte Allergien und bestehende Erkrankungen, vorangegangene Infektionskrankheiten, aktuelle Trächtigkeit, Herzerkrankungen etc.

 

Bitte beachten Sie dies vor einer Terminvereinbarung und geben der Therapeutin dies unbedingt an!

Die betreffenden Hautstellen sollten vom Tierhalter zuvor sauber gebürstet oder mit klarem Wasser gereinigt werden. Je nach Haarkleid und Beißlust der Egel kann es nötig sein, die Ansatzstellen für die Egel zu rasieren (1-2 cm im Durchmesser) und die Ansatzstelle leicht mit einer Kanüle anzuritzen.

Für Risiken und Nebenwirkungen, sowie bei Kontraindikationen können seitens der Therapeutin keine

Haftung übernommen werden. Bei Nicht- oder Falschangaben seitens des Tierhalters darf eine

Blutegeltherapie nicht durchgeführt werden, AUSSER es handelt sich um einen vom Tierarzt genehmigten Notfalleinsatz, wie z.B. Hufrehe oder akuter Einschuss etc. Diese können in Ausnahmefällen trotzdem zur Blutegelbehandlung freigegeben werden (Tierarzt).

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WICHTIG: Planen Sie vor der Behandlung noch einen Spaziergang mit Ihrem Hund ein, damit er sich löst und sich bei der Behandlung entspannen kann. Befinden sich mehrere Hunde in einem Haushalt, so sollten sich diese, für den Zeitraum der Behandlung, in einem separaten Raum aufhalten. Bitte treffen Sie für Ihren Hund daheim Vorkehrungen/Schutz gegen Verschmutzung von Decken, Möbeln, Sitz- oder Liegeplätzen, durch Nachbluten der Egel Bissstellen.

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Informationen zur Blutegeltherapie bei Pferden

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Bei Pferden sollte das Tier für diesen Tag und die Nacht über trocken, möglichst in einem zuvor gemisteten Stall/Box, stehen. Weidegang ist zu vermeiden, sowie matschiger Untergrund um eine Infektionsgefahr zu minimieren. Sollten Sie planen, kurz nach der Egelbehandlung an einem Wettkampf teilzunehmen, beachten Sie bitte die entsprechenden Regeln zum Thema Doping!

Wählen Sie für die Behandlung eine Uhrzeit aus, in der man von einer ruhigen Atmosphäre im Stall Ihres Pferdes ausgehen kann (Vermeidung von Stoßzeiten von Reitern, Fütterungszeiten usw.).

 

Nach der Behandlung:

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Das Nachbluten bis zu 24 Stunden nach der Egel Behandlung ist möglich und durchaus erwünscht. Auch sollte 2 weitere Tage darauf geachtet werden, dass es an der Egelbissstelle nicht zu starker Beanspruchung kommt (kein Reiten, Longe, Training auf dem Hundeplatz wie Agility usw.). Moderate Spaziergänge oder Paddock sind erlaubt. Des Weiteren ist für mindestens 2 Tage das Anlegen von Gamaschen und Bandagen (ausser medizinisch notwendig) unbedingt verzichtet werden!

Aufenthalte im Wasser sind in der 1 . Woche generell zu vermeiden.

Nach Abschluss der Behandlung werden die Bissstellen an ihrem Tier, wenn nötig, mit einem saugfähigen, dick wattierten Verband versorgt, der evtl. die Bewegung einschränkt. Er dient in erster Linie dem Schutz der Umgebung in der sich ein Hund z.B. nach der Behandlung aufhält. Bei Pferden eher selten. Eine Reinigung der Wunde wird durch das Nachbluten gewährleistet. Nicht die Krusten entfernen! Die Krusten der Egelbisse müssen sich selbstständig lösen und dürfen mindestens 3 Tage nicht behandelt, gewaschen oder gebürstet werden!!! Keine Salben oder Tinkturen auftragen!!!

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Da die Therapie mit Blutegeln unter das Arzneimittelgesetz fällt, kommen nur die, als im Equidenpaß eingetragenen "Nicht Schlachtpferde" dafür in Frage. Bitte halten Sie als "Neukunde" den Equidenpaß für mich zur Einsicht bereit!

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Mögliche Nach- und Nebenwirkungen der Blutegelbehandlung:

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Rötung im Bereich der Bissstelle, langanhaltende Nachblutung 2-24 Stunden, sind wichtig und wünschenswert, Anschwellung der regionalen Lymphknoten und des behandelten Körperteils (kann), lokale allergische Reaktionen mit Juckreiz und lokale entzündliche Reaktionen, sowie leichte Abgeschlagenheit, Schwellungen und leichte Temperaturerhöhung (selten). Bei auftretenden Beschwerden, die nicht eingeordnet werden können, kontaktieren Sie mich bitte umgehend telefonisch oder ihren Tierarzt.

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Am Folgetag bitte ich Sie um telefonische Rückmeldung, um eine kurze Beschreibung des Therapieverlaufes zu erhalten. In manchen Fällen kann es zu einer juckenden Rötung und Schwellung um die Bissstelle kommen. Dies ist in der Regel nicht bedrohlich und Teil der Wirkung. Sollte es zu schwerer wiegenden Erscheinungen (Fieber, Schüttelfrost, Kreislaufprobleme, etc.) kommen, müssen Sie sich umgehend mit einem Tierarzt in Verbindung setzen!

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Kontraindikationen (Blutegelbehandlungen dürfen nicht durchgeführt werden):

  • Blutgerinnungsstörungen durch Medikamente (z.B. Marcumar, Aspirin, Warfarin)

  • Blutern (Hämophile), hämatologische Erkrankungen

  • Akute Magengeschwüre und erosiver Gastritis

  • Blutarmut • Immunschwäche (Chemotherapie) • Schwere chronische Erkrankungen (fortgeschrittene Leber- oder Krebserkrankungen, Leukämie)

  • Bekannten ausgeprägten Wundheilungsstörungen (z.B. bei schlecht eingestelltem Diabetes mellitus, erheblichem Übergeweicht, Cortison-Dauertherapie)

  • Bekannte Allergien gegen Blutegel-Inhaltsstoffe

  • Wundheilungsstörungen, Neigung zu Keloidbildung (überschießende Narbenbildung)

  • Brechdurchfall

  • Viruserkrankungen bzw. ansteckende Erkrankungen

 

Bei bekannten Herzerkrankungen, Erkrankungen des Lymphatischen Systems, sowie bei sehr alten oder trächtigen Tieren ist der Rat des behandelnden Tierarztes zuvor einzuholen!

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